Infos über Projekt und Plattform
„Klimaanpassung selbstgemacht“ begann als Projekt, das vom Bundesministerium für Umwelt, Naturschutz, nukleare Sicherheit und Verbraucherschutz sowie dem Umweltbundesamt von April 2023 bis März 2025 gefördert wurde. Das Projekt unterstützte die Sensibilisierung und Befähigung von Bürger*innen in der Planung, Umsetzung und Pflege von naturbasierten Lösungen zur Klimaanpassung in Halle an der Saale und Cottbus. Hierfür brachte das Projekt Menschen aus der Bevölkerung und Zivilgesellschaft mit Studierenden und Stadtverwaltungen zusammen. Das Ziel war es auf ausgewählten Flächen kleinräumige, leicht umsetzbare naturbasierte Lösungen zu planen und im Rahmen von 72-Stunden Aktionen gemeinsam umzusetzen. Die Bewohner*innen der Städte sollten so vermehrt die Chance erhalten, sich aktiv an der klimaresilienten Gestaltung ihrer Stadt zu beteiligen.
Seit Projektende wird diese Webseite vom Unabhängigen Institut für Umweltfragen als Informationsplattform rund um partizipative Klimaanpassung weitergeführt.
Warum Klimaanpassung selbstgemacht?
Die Auswirkungen des Klimawandels machen sich bereits in Form von vermehrt auftretenden Hitzewellen und Starkregenereignissen bemerkbar. Städtische Nachbarschaften mit einem hohen Grad an versiegelten Flächen, sowie ältere Menschen und Kinder sind besonders betroffen. Naturbasierte Lösungen sind eine Möglichkeit zur Anpassung an diese Herausforderungen. Unter ihnen werden Planungskonzepte und Maßnahmen verstanden, die von der Natur inspiriert sind. Dazu zählen unter anderem grüne Infrastrukturelemente, wie Gründächer und Parkanlagen. In vielen Städten und Gemeinden weisen brachliegende, ungenutzte und kleinteilige Flächen Potentiale für eine klimaangepasste Nachnutzung auf, zum Beispiel durch (Teil-) Entsiegelung und Begrünung. Die aktive Beteiligung von Stadtbewohner*innen in der Planung, Umsetzung und Pflege von urbanen naturbasierten Lösungen ist hier ein wichtiger Baustein. Deswegen setzt „Klimaanpassung selbstgemacht“ genau dort an.
Projektkonsortium (2023-2025)
Das Unabhängige Institut für Umweltfragen (UfU) ist ein gemeinnütziger Verein mit Sitz in Berlin und Halle, der sich für die Förderung von Demokratie und Bildung im Umwelt- und Ressourcenschutz einsetzt und zahlreiche Projekte zur Klimaneutralität, Energiewende, Klimaanpassung und zum Ressourcenschutz weltweit durchführt. Das UfU hatte im Rahmen des Projekts die Projektkoordination inne.
Die Hochschule Anhalt führt Wissenschaft, Praxis und Innovation konsequent zusammen und bietet innovative Forschung und Lehre in Bernburg, Dessau und Köthen. Die Professur für Landschaftsarchitektur der Hochschule beteiligte sich mit Studierenden des Bachelorstudiengangs Landschaftsarchitektur und Umweltplanung als Projektpartner im Projekt.
Die AWO SPI Soziale Stadt und Land Entwicklungsgesellschaft GmbH ist ein gemeinnütziges Unternehmen der Sozialwirtschaft. Sie lebt die Werte und Ziele der Arbeiterwohlfahrt und trägt dazu bei, eine Gesellschaft zu entwickeln, in der alle Menschen selbstbestimmt und würdig zusammenleben. Die AWO SPI ist im Rahmen des Projekts mit ihrem Mehrgenerationenhaus Pusteblume lokaler Projektpartner in Halle an der Saale.
Der Regionalwerkstatt Brandenburg e.V. ist ein anerkannter freier Träger mit Fokus auf soziale, kulturelle und arbeitsmarktpolitische Projekte in Cottbus und Umgebung. Die Regionalwerkstatt ist im Rahmen des Projekts mit dem Stadtteilmanagement in Neu-Schmellwitz lokaler Projektpartner in Cottbus.
Der Bund für Umwelt und Naturschutz (BUND) ist ein gemeinnütziger Verein und gehört zu den größten Umweltverbänden Deutschlands und setzt sich für eine nachhaltige Zukunft ein. Der BUND Brandenburg ist im Rahmen des Projekts mit seinem Regionalbüro in Cottbus lokaler Projektpartner.